|
Nicht Wasser predigen und Wein trinken
An den Präsidenten des Deutschen Bundestages Herrn Norbert Lammert Betreff: Erhöhung der Bezüge der Bundestagsabgeordneten.
Sehr geehrter Herr Präsident,
seit Tagen lamentieren und schwadronieren Sie darüber, wie Sie die Erhöhungen der Abgeordnetenbezüge rechtfertigen wollen. Vor einigen Tagen wurde im Fernsehen berichtet, daß Sie nun auf die
Idee kommen, diese Abgeordnetengehälter an irgendwelchen wirtschaftlichen Daten auszurichten. Ist das nicht alles zu kompliziert, Herr Präsident?
Ich darf Ihnen einen einfachen Vorschlag machen. Richten Sie doch einfach die Abgeordnetenbezüge Taschengeldbezügen der Heimbewohner aus. Da hat seit ca einem Jahrzehnt keine Erhöhung
stattgefunden. Und wenn man den Schwächsten und Ärmsten und Hilflosesten der Gesellschaft, Menschen, die keine Lobby haben, solche soziale Schweinerei zumutet, kann man auch den Abgeordneten ein
Jahrzehnt keine Bezugssteigerungen zumuten. Im übrigen wurde den Behinderten in den Heimen im Jahr 2005 zusätzlich das Weihnachtsgeld gestrichen. Ich fordere Sie auf, adäquate Streichungen auch bei
den Abgeordnetenbezügen vorzunehmen. Alles andere ist unredlich, unanständig und spricht nur von einer doppelten Moral.
|